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Dunstabzugshaube Fettfilter reinigen: Anleitung

Der Fettfilter Ihrer Dunstabzugshaube wird gelb, klebrig und riecht unangenehm? Dann ist es Zeit für eine gründliche Reinigung. Diese Dunstabzugshaube Fettfilter reinigen Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Filter schonend sauber bekommen, ob von Hand oder in der Spülmaschine. Sie erfahren außerdem, welchen Filtertyp Sie haben, wie oft die Reinigung nötig ist und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Warum ein sauberer Fettfilter so wichtig ist

Die Dunstabzugshaube fängt beim Kochen Fett, Dampf und Gerüche ab. Der Metallfilter an der Unterseite hält die Fettpartikel zurück, damit sie nicht in das Gerät oder in die Abluft gelangen. Mit der Zeit setzt sich das feine Gewebe zu. Ein verschmutzter Filter saugt schlechter ab, die Küche riecht länger nach Essen und der Motor muss härter arbeiten. Regelmäßiges Reinigen erhält also nicht nur die Leistung, sondern schützt auch Ihr Gerät und sorgt für frische Luft in der Küche.

Das Gute daran: Die Reinigung ist weder kompliziert noch teuer. Mit heißem Wasser, Spülmittel und etwas Geduld bekommen Sie fast jeden Metallfettfilter wieder sauber, ganz ohne aggressive Chemie.

Woran erkennen Sie, dass es Zeit wird? Typische Anzeichen sind ein gelblich verfärbtes Gewebe, ein klebriger Film auf der Unterseite der Haube und Kochgerüche, die deutlich länger in der Küche stehen als früher. Manche moderne Hauben melden einen gesättigten Filter sogar über eine Anzeige im Bedienfeld. Spätestens wenn Fett aus dem Filter tropft, sollten Sie nicht länger warten, denn dann ist das Gewebe längst überlastet.

Welchen Filtertyp haben Sie in Ihrer Haube

Bevor Sie loslegen, schauen Sie sich Ihren Filter genau an. Das spart Ihnen später Ärger, denn nicht jeder Filter darf gleich behandelt werden.

Der klassische Metallfettfilter ist ein rechteckiges Gitter aus Aluminium oder Edelstahl. Er sitzt direkt an der Unterseite der Haube und lässt sich meist über eine Verriegelung oder einen Griff herausnehmen. Dieser Filter ist für die wiederholte Reinigung gebaut und genau um ihn geht es in dieser Anleitung.

Metallfettfilter einer Dunstabzugshaube in Nahaufnahme

Foto: Wikimedia Commons, CC BY SA 4.0

Hinter dem Metallfilter sitzt bei Umlufthauben oft zusätzlich ein dunkler Geruchsfilter mit Aktivkohle. Er bindet Gerüche aus der Luft, ist aber in der Regel ein Verbrauchsteil und wird ausgetauscht, nicht gewaschen. Es gibt auch regenerierbare Varianten, die nach genauer Herstellervorgabe aufgefrischt werden können. Prüfen Sie deshalb vor jeder Reinigung die Bedienungsanleitung Ihres Geräts und die Modellnummer des Filters, damit Sie sicher wissen, welchen Typ Sie vor sich haben.

Was Sie zum Reinigen brauchen

Für die schonende Grundreinigung brauchen Sie nur wenige Dinge, die Sie wahrscheinlich schon zu Hause haben:

  • heißes Wasser
  • fettlösendes Handspülmittel
  • eine weiche Spülbürste oder einen weichen Schwamm
  • Haushaltshandschuhe
  • ein großes Spülbecken oder eine Wanne
  • ein sauberes Tuch zum Trocknen

Auf aggressive Chemie können Sie in den meisten Fällen verzichten. Spülmittel löst Küchenfett zuverlässig, wenn es genug Einwirkzeit bekommt.

Dunstabzugshaube Fettfilter reinigen Anleitung: Schritt für Schritt

Mit dieser Methode bekommen Sie fast jeden Metallfettfilter wieder sauber. Planen Sie etwa eine Stunde ein, die meiste Zeit arbeitet das Einweichbad für Sie.

Schritt 1: Gerät sichern und Filter entnehmen

Schalten Sie die Dunstabzugshaube aus und lassen Sie Kochfeld und Haube vollständig abkühlen. Trennen Sie das Gerät wenn möglich vom Strom, zum Beispiel über den Netzstecker oder die zuständige Sicherung. Lösen Sie dann die Verriegelung und nehmen Sie den Metallfilter vorsichtig heraus. Halten Sie ihn dabei mit beiden Händen fest, damit er nicht herunterfällt.

Schritt 2: Einweichbad vorbereiten

Füllen Sie das Spülbecken oder eine Wanne mit heißem Wasser. Das Wasser sollte heiß, aber nicht kochend sein, etwa 50 bis 60 Grad Celsius sind ideal. Geben Sie zwei Esslöffel fettlösendes Spülmittel dazu und verteilen Sie es im Wasser. Legen Sie den Filter vollständig hinein. Passt er nicht ganz in das Becken, behandeln Sie zuerst eine Hälfte und wenden ihn nach der halben Einweichzeit.

Schritt 3: Einweichen und sanft bürsten

Lassen Sie den Filter 20 bis 30 Minuten einweichen. Das warme Wasser und die Tenside im Spülmittel lösen das Fett aus dem feinen Gewebe. Bearbeiten Sie den Filter danach mit einer weichen Bürste, am besten in Richtung der Gitterstruktur. Drücken Sie nicht zu fest, damit sich das feine Metallgewebe nicht verformt. Bei hartnäckigen Stellen hilft es, das verschmutzte Wasser zu wechseln und den Filter erneut einweichen zu lassen.

Schritt 4: Spülen, trocknen und einsetzen

Spülen Sie den Filter gründlich mit warmem, klarem Wasser ab, bis keine Seifenreste mehr im Gewebe sitzen. Stellen Sie ihn dann aufrecht hin und lassen Sie ihn vollständig trocknen. Erst wenn wirklich keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist, setzen Sie ihn wieder in die Haube ein. Restwasser könnte in das Gerät gelangen, deshalb ist gründliches Trocknen Pflicht.

Fettfilter in der Spülmaschine reinigen

Viele Metallfettfilter dürfen in die Spülmaschine. Das ist die bequemste Methode, wenn Ihr Hersteller sie freigibt. Schauen Sie unbedingt in die Bedienungsanleitung, denn Material und Aufbau unterscheiden sich von Modell zu Modell.

Gereinigter Metallfettfilter in Nahaufnahme nach dem Spülgang in der Spülmaschine

Foto: Wikimedia Commons, CC BY SA 4.0

Entfernen Sie grobe Fettbeläge vorher mit Küchenpapier und stellen Sie den Filter so in die Maschine, dass das Wasser möglichst viel Fläche erreicht. Verwenden Sie ein normales Programm und legen Sie kein empfindliches Geschirr dazu. Beachten Sie, dass sich Aluminiumfilter in der Spülmaschine verfärben können. Das ist meist nur ein optischer Effekt und beeinträchtigt die Filterwirkung nicht. Lassen Sie den Filter nach dem Programm vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.

Verharztes Fett: was tun wenn Einweichen nicht mehr reicht

Fett, das über Monate mehrfach erhitzt wurde, verharzt und verhält sich eher wie Lack als wie Öl. Spülmittel allein erreicht es dann kaum noch. In diesem Fall hilft eine stärkere, aber immer noch haushaltsübliche Methode.

Mischen Sie heißes Wasser mit einem Esslöffel Spülmittel und zwei Esslöffeln Natron. Natron ist alkalisch und unterstützt die Fettlösung deutlich. Legen Sie den Filter etwa 15 Minuten in diese Lauge und bürsten Sie ihn danach vorsichtig. Spülen Sie anschließend besonders gründlich mit klarem Wasser nach.

Stark verfetteter Metallfilter einer Dunstabzugshaube in Nahaufnahme

Foto: Wikimedia Commons, CC BY SA 4.0

Wichtiger Hinweis: Verwenden Sie Natronlauge nicht ungeprüft bei Aluminiumfiltern. Stark alkalische Mittel können Aluminium verfärben oder die Oberfläche angreifen. Im Zweifel bleiben Sie bei Spülmittel oder halten sich an die Pflegehinweise des Herstellers.

Wenn das Gewebe trotz aller Versuche dauerhaft zugesetzt bleibt und die Saugleistung spürbar nachlässt, ist irgendwann die Grenze erreicht. Ein stark verformter oder beschädigter Filter sollte ersetzt werden, denn ein neuer Filter kostet deutlich weniger als ein überlastetes Gerät.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Bei der Filterreinigung passieren immer wieder die gleichen Fehler. Diese sollten Sie kennen:

  • Filter feucht wieder einsetzen: Restwasser kann in die Haube gelangen und dort Schäden verursachen.
  • Aktivkohlefilter wie Metallfilter waschen: Normale Geruchsfilter sind Verbrauchsteile und verlieren durch Wasser ihre Wirkung.
  • Stahlwolle oder Scheuerschwämme verwenden: Sie zerkratzen das Gewebe und verbiegen die feinen Lagen.
  • Verschiedene Reiniger mischen: Besonders chlorhaltige Produkte dürfen niemals mit Säuren kombiniert werden, dabei können gefährliche Gase entstehen.
  • Bedienungsanleitung ignorieren: Nur der Hersteller weiß genau, welches Material Ihr Filter hat und was er verträgt.

So bleibt Ihr Filter dauerhaft sauber

Regelmäßigkeit ist der beste Schutz vor verharztem Fett. Kontrollieren Sie den Filter etwa einmal im Monat. Sobald das Gewebe gelblich wird oder sich klebrig anfühlt, ist die Reinigung fällig. Bei häufigem Braten oder Frittieren kann das auch früher nötig sein. Wischen Sie die Unterseite der Haube nach dem Kochen ab, sobald das Gerät abgekühlt ist. Frischer Fettfilm lässt sich wesentlich leichter entfernen als eingetrocknete Ablagerungen.

Achten Sie außerdem auf Ihre Kochgewohnheiten: Kochen mit Deckel und die richtige Leistungsstufe der Haube reduzieren die Fettbelastung spürbar. Schalten Sie die Haube schon vor dem Kochen ein und lassen Sie sie nach dem Kochen noch einige Minuten nachlaufen, damit Restdampf abzieht.

Übrigens sammelt sich Fett nicht nur in der Dunstabzugshaube. Auch andere Küchengeräte profitieren von regelmäßiger Entfettung, zum Beispiel zeigt unsere Anleitung zum Fritteuse reinigen ohne Chemie, wie Sie klebrige Rückstände schonend entfernen. Und wenn Sie gleich die ganze Küche in Angriff nehmen möchten, hilft Ihnen unsere Anleitung zum Mikrowelle reinigen mit Zitrone und Wasserdampf weiter.

Fazit

Den Fettfilter der Dunstabzugshaube zu reinigen ist keine große Sache, wenn man die richtige Reihenfolge kennt: Filtertyp prüfen, einweichen, sanft bürsten, gründlich trocknen. Diese Dunstabzugshaube Fettfilter reinigen Anleitung funktioniert für fast alle Metallfilter und erspart Ihnen teure Ersatzteile oder einen überlasteten Motor. Nehmen Sie sich einmal im Monat wenige Minuten Zeit für einen Blick von unten auf das Gewebe. Ihr Filter dankt es Ihnen mit voller Saugleistung und einer Küche, die nach dem Kochen schnell wieder frisch riecht.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man den Fettfilter der Dunstabzugshaube reinigen?

Bei normaler Nutzung reicht eine Kontrolle einmal im Monat. Wer oft brät oder frittiert, sollte den Filter alle zwei bis drei Wochen prüfen und bei Bedarf reinigen. Entscheidend ist der Zustand des Gewebes: Sobald es gelblich oder klebrig wirkt, ist die Reinigung fällig.

Darf der Fettfilter in die Spülmaschine?

Viele Metallfettfilter dürfen in die Spülmaschine, aber nur wenn der Hersteller es freigibt. Aluminiumfilter können sich dabei verfärben, was die Funktion meist nicht beeinträchtigt. Lassen Sie den Filter nach dem Programm vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.

Kann man einen Aktivkohlefilter reinigen?

Normale Aktivkohlefilter sind Verbrauchsteile und werden ausgetauscht, nicht gewaschen. Wasser zerstört ihre Filterwirkung. Nur spezielle regenerierbare Varianten dürfen nach genauer Herstellervorgabe aufgefrischt werden. Prüfen Sie die Modellnummer Ihres Filters in der Bedienungsanleitung.

Was tun wenn sich das Fett nicht mehr lösen lässt?

Lassen Sie den Filter länger einweichen und wechseln Sie das Wasser zwischendurch. Bei verharztem Fett hilft eine Lauge aus heißem Wasser, Spülmittel und etwas Natron, sofern Ihr Filtermaterial das verträgt. Bleibt das Gewebe dauerhaft zugesetzt, ist ein Ersatzfilter die sinnvollste Lösung.

Warum riecht die Dunstabzugshaube trotz sauberem Filter?

Dann sitzt das Problem meist woanders. Bei Umlufthauben kann der Aktivkohlefilter gesättigt sein und muss ersetzt werden. Auch Fettablagerungen rund um die Filteraufnahme oder an zugänglichen Flächen können Gerüche verursachen. Wischen Sie diese Bereiche bei ausgeschaltetem Gerät mit einem feuchten Tuch und mildem Spülmittel ab.

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